Aufräumen mit Marie Kondo

Neben 'Fem', 'Liebling' und einfach 'Hé du' habe ich vor kurzem einen neuen Spitznamen bekommen: Marie. Seit dem Start der Netflix-Serie 'Tyding Up with Marie Kondo' habe auch ich aufgeräumt. Dies alles nach den inzwischen bekannten Prinzipien der KonMarie-Methode, die sogar der Unterzeichnerin selbst gelang.

Du musst über mich wissen, dass ich absolut kein Putzfreund bin. Mein ockergelber Mülleimer und ich konkurrieren jede Woche, wie viel Abfall ich hineinwerfen kann, bevor ich den Müllsack wirklich draußen in den Container bringen muss. In anderen Worten: in genau dem Moment, in dem du mit nagelneuen Schuhen im Mülleimer stehst, um Platz zu gewinnen, weißt du, dass du wettbewerbsfähig bist.

"Du weißt, dass du konkurrenzfähig bist, wenn du im Mülleimer stehst".

 

Doch die japanische Clearing –Ikone Marie Kondo hat in mir etwas aufgewühlt. Ihre Methode befürwortet nämlich keinen Kampf gegen das Haus, sondern einen Kampf mit dem Haus, um ein möglichst lebenswertes Wohnumfeld zu schaffen. Und so fragte ich mich nach fünf Episoden mit dem gefühlt einhundertsten Kleidungsstück in der Hand: “Macht es mir Freude?” Die Idee dahinter: wenn deine Antwort "Ja" lautet, dann kannst du das Teil behalten. Wenn nicht, solltest du ihm dafür danken, was es zu deinem Leben beigetragen hat, oder für die Lektion, die du daraus gelernt hast – und es mit Liebe wegwerfen. All dies auf der Grundlage von fünf verschiedenen Kategorien: Kleidung, Bücher, Papier, Komono (andere Gegenstände) und Dinge mit emotionalem Wert.

Und glaub mir: Ich bin mir wirklich bewusst, wie schmerzhaft es sein kann, sich bei Gegenständen zu bedanken. Ein ironischer Höhepunkt war, als ich mir selbst beim lautstarken Dank an eine Parkgebühr aus Rotterdam zuhörte. Die einzige Lektion, die mir dieses Stück Papier beigebracht hatte, war, das Parken in Rotterdam einzustellen. Obwohl Marie wahrscheinlich argumentieren würde, dass negative Erfahrungen eben auch Lektionen sind.

 

 

"Ich habe mich lautstark für eine Parkgebühr aus Rotterdam bedanken hören".

Mit Ausnahme dieser unangenehmen Szene muss ich zugeben, dass es schon ein gewisses Etwas hat, die Wohnung nach der KonMarie-Methode aufzuräumen. Es macht einem bewusst, was man hat und wie wichtig es ist, es zu schätzen. Außerdem sahen meine Schränke noch nie so aufgeräumt aus, da ich alle Kleidungsstücke dreifach gefaltet, meine Büchersammlung sortiert und Stapel alter Zeitschriften ins Altpapier entsorgt habe.

Und im Namen der Dankbarkeit verdient auch meine ockergelbe Mülltonne eine ehrenvolle Erwähnung. Wie sie es buchstäblich und bildlich gesehen jede Woche „schluckt“, all den Müll (und manchmal auch einen Fuß) mit Liebe zu ertragen und dabei noch fröhlich zu leuchten.

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Über die Autorin

Femke Kamps

Freelance content creator und Autorin

Femke Kamps ist Freelance Content Creator und Autorin des Buches "Fuck the Quarterlife Crisis". Sie lebt gemeinsam mit ihrem Freund und zwei Katzen in der niederländischen Stadt Den Bosch und ist häufig in verschiedenen Sushi-Restaurants anzutreffen. Daneben hegt sie eine große Leidenschaft für New York City, Fotografie und Carpool Karaoke. Du bist auch nicht perfekt.

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